Tipps für Chicago
USA

CHICAGO – ein Tag in der Windy City

Eins muss man Chicago lassen: Sie hat ziemlich viel auf dem Kasten. Metropolenflair, Strände, Wolkenkratzer, Streetart, alles auf einmal. Und ihrem Kosenamen wird sie allemal gerecht: Als ich Ende März dort war hatten wir Minusgrade und es war meeega windig. Windy city eben – durch die Kanalisation der Wolkenkratzer werden die Winde vom Michigan See noch verstärkt. Ich hatte nur einen Tag in Chicago bevor ich auf die Route 66 fuhr. Sich da zu entscheiden, was man sich anschauen möchte, war nicht einfach. Wenn du wissen willst, wie du dennoch einen unvergesslichen Aufenthalt in Chicago verbringst, lies weiter!

Allgemeine Tipps

Wann ist die beste Reisezeit für Chicago?

Wie gesagt, als ich im März da war war’s a****kalt. Wer damit ein Problem hat sollte zwischen Juni und August hinreisen, da sind es dann minimal 15 Grad und maximal 30. Dadurch, dass das Wetter so grau und kalt war hatten wir zum Beispiel auch keine Lust, eine Bootstour zu machen und die Schönheit der Parks ließ sich auch nur bedingt genießen. Also ich würde beim nächsten Mal schon eher im Sommer kommen.

Wie viel Zeit brauche ich für Chicago?

Idealerweise 2-3 Tage. Es ist immerhin die drittgrößte Stadt Amerikas und hat schon einiges zu bieten.

Die Chicago Must Sees

1. Phänomenaler Ausblick auf dem Willys Tower

Ich persönlich liebe ja Ausblicke. Du auch? Na dann solltest du in jedem Fall das höchste Gebäude in Chicago, den Willys Tower bzw. ehemals Searls Tower, besuchen. Ist übrigens auch das dritthöchste Gebäude in den Staaten! Der Titel ist bei über 400m Höhe und 103 Stockwerken aber auch wohlverdient.
Was ist das besondere am Willys Tower? Neben seiner Höhe definitiv die „Ledges“: Das sind die Glaskästen im 103. Stock, wo man wortwörtlich über Chicago schweben und den imposanten Ausblick unter seinen Füßen genießen kann. Minuspunkt allerdings: Die Ledges befinden sich genau auf der Seite, wo die Skyscraper nicht sind. Für Selfies trotzdem ganz cool, aber dann geht es halt auch mehr um die Selfies und die Mutprobe, als um die Skyscraper.
Was kostet der Eintritt? Für einen Erwachsenen 23 Dollar, für zwei Besuche innerhalb 24h 33 Dollar (Stand März 2017). Das ist für diejenigen gedacht, die einmal tagsüber und dann nochmal nachts hochfahren wollen. Tipp: Wenn ihr tagsüber hochfahrt, fragt vorher wie klar die Aussicht ist. Wenn es sehr bewölkt oder nebelig ist kann man sich dann nochmal überlegen, später hochzufahren.

Tolle Aussicht: Willy's Tower
Der Glaskasten im Willy’s Tower bietet eine tolle Aussicht
Aussicht aus dem 103. Stock
tolle Aussicht aus 403 Metern

2. Millennium Park

In Chicago gibt es mehrere Grünflächen, der Millennium Park hat jedoch die größte und ist vor allem bekannt durch die wahnsinns Architektur: Der (oder die oder das?) Cloud Gate (Wolkentor), aufgrund seiner Form auch liebevoll the bean genannt, lädt unzählige Besucher dazu ein, witzige Fotos von sich zu machen. Das berühmte Kunstwerk wurde aus knapp 170 Edelstahlplatten geschweißt, doch selbst wenn du direkt davor stehst wirst du keine Nähte erkennen.

Tipps für Chicago
Tipps für Chicago
Ein beliebtes Fotomotiv: Cloud Gate
Lustige Bilder mit der Cloud Gate

3. Begin of historic route 66-Schild

Chicago ist bekannt als Anfangspunkt der mother road, route 66. Das Schild befindet sich ganz in der Nähe des Millenniumparks auf der Jackson Boulevard und markiert den offiziellen Startpunkt der route 66. Wenn man dort seinen Roadtrip entlang der route 66 beginnt, wird man noch bevor man Chicago verlässt an Lou Mitchell’s vorbeikommen, dem bekannten route 66 café das angeblich der erste Stopp vieler Route 66-Reisender war. Der Kuchen war dort riesig aber etwas trocken; und ich muss gestehen freundlich fand ich das Personal auch nicht gerade, und günstig ebenso wenig.

4. The Chicago Theatre

Das Theatre, sowie auch die State Street auf der es sich befindet, leuchten besonders abends sehr schön und laden zum flanieren ein. Ich würde mal behaupten, Bilder sagen mehr als tausend Worte:

Chicago's Straßen bei Dämmerung
Chicago’s Straßen bei Dämmerung
Das Chicago Theatre bei Dämmerung
Das Chicago Theatre bei Dämmerung
State Street bei Nacht
State Street bei Nacht

5. Weitere Must Sees

Jetzt kommen wir zu den Sachen, die ich zwar nicht mehr machen konnte, aber definitiv gemacht hätte (bzw. beim nächsten Mal machen werde), wenn ich mehr Zeit gehabt hätte (und vielleicht auch eher bei Sommerwetter):

– eine Bootstour auf dem Chicago River. Man soll wohl einen ganz guten Überblick bekommen und auch ein paar architektonische Schönheiten zu Gesicht bekommen.
– Navy Pier. Die Navy pier ist eine Seebrücke im Michigansee im Stadtteil Northside und soll eine schöne Sicht auf die Chicago Skyline bieten. Gleichzeitig ist es eine Vergnügungsmeile, die aber auch sehr teuer sein soll. Richtig was los ist aber wohl erst im Sommer.
– Hancock Center. Nicht das höchste Gebäude in Chicago, aber mit über 300 m Höhe auch schon eine Hausnummer. Dort soll es einen tollen 360 Grad-Ausblick über die Stadt geben. Wenn ihr tagsüber im Willys Tower wart, würde ich hier nachts hingehen.

Chicago one day food guide

Chicago ist eine Metropole, und so findet sich an jeder Ecke etwas zu essen. Wer aber Lust auf kulinarische Spezialitäten mit Wurzeln in Chicago hat, sollte unbedingt folgendes probieren:

1. Deep Dish Pizza

oh. my. God. Das war glaub ich eines meiner Highlights in den gesamtn USA: Die Chicago Style Deep Dish Pizza! Quasi eine Mischung aus Pizza und Quiche. Der Boden ist flach, und der Rand total hoch, sodass die Pizza mehr einem Kuchen ähnelt. Gefüllt mit Käse, Tomaten, und noch mehr Käse! Wir waren bei Giordano’s: Ein richtig klasse Laden. Lasst euch nicht von den Preisen abschrecken: Normalerweise kostet eine Pizza dort nicht unter 22 Dollar, aber wenn man sich eine Familienpizza mit Freunden teilt ist es gar nicht mehr so teuer (man wird mehr als satt – und das sage ich als Vielfraß). Außerdem habe ich dort die Mittagstisch-Pizza bestellt, und die gab es schon für 8 Dollar.

Giordano's Deep Dish Pizza
Giordano’s Deep Dish Pizza

2. Chicago Style Hotdog

Die Menschen in Chicago essen ihren Hotdog auf ihre eigene Art: Ohne Ketchup, nur mit Senf. Dafür oben drauf noch getoppt mit Tomaten, sauren Gürkchen und Peperoni. Die besten Hotdogs soll es bei Portillo’s geben, also bin ich da hin. Der Laden war rappelvoll, die Bedienung sehr schnell, und das wichtigste: Die Hotdogs waren tatsächlich mega lecker. Und total günstig waren sie auch: so einen Hotdog gab es für 3 – 5 Dollar.

Portillo's Hotdog
Portillo’s Hotdog

Und jetzt bist du dran!

Hier ist mir dein Feedback besonders wichtig, denn das ist mein allererster Grünschnabel-Blogpost. Hat er dir gefallen? Fehlt dir etwas? Und hast du noch weitere Tipps für mich? Gerne in die Kommentare damit! Ich freue mich drauf 🙂

Deine Thu

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