Das London Eye in London
Europa

London in 48 Stunden

Der geplante London-Aufenthalt war gerade mal für zwei Tage angesetzt. Denn ich war eigentlich nicht für’s Sightseeing dort (die Stadt kannte ich ja schon). Ich war auf dem Weg zu einem Konzert von Adele. Eigentlich. Wenn das Konzert nicht kurz vor knapp abgesagt worden wäre. Shit, was nun? Machen wir das Beste draus und machen…London in 48 Std? Challenge accepted! Erfahre hier, wie du zwei wundervolle Tage in dieser großen Stadt verbringst.

Erster Tag in London : Nottinghill – Hyde Park – Oxford Street – Picadilly Circus

Portobello Market in Nottinghill

Ich reiste an einem Samstag Morgen an. Und Samstags ist ja in Nottinghill richtig was los, denn jeden Samstag zieht ein Antiquitätenmarkt – der Portobello Market – die Massen an. Und als absoluter Märkte-Fan sollte mein London-Ausflug also in Nottinghill auf der Portobello Road starten! 3 km lang sieht man hier richtig coole Antiquitätenstände, Schatzjäger, Leckereien und farbige kleine Häuschen. Und zwischendurch auch das Nottinghill-Häuschen aus dem Film 😉

Hyde Park

Wenn man die Portobello Road bis zum Ende durchläuft ist man quasi schon am Anfang vom Hyde Park. Ich mag es sehr, wenn eine Großstadt nicht nur aus Beton besteht, sondern auch grüne Oasen bietet. Der Hyde Park ist London’s größter Park und tut nach einem ausführlichen Märktebummel der Seele richtig gut. Und zu sehen gibt’s hier auch was; etwa den ehemaligen Wohnort oder das Denkmal der Lady Diana; den Rosengarten oder den Speaker’s Corner, wo jeder ohne Ankündigung und zu jeder Zeit eine Rede zu einem beliebigen Thema halten darf, um so die vorbeigehenden Menschen zu versammeln. Gewissermaßen ein Symbol für die Meinungsfreiheit.

Oxford Street

Wenn du von Nottinghill kommst und bis zum Speaker’s Corner durchläufst, lohnt es sich ein paar Schritte weiter zu laufen. Denn dann kommst du direkt auf die Oxford Street, die Haupteinkaufstraße in London. Hier ist glaube ich für jeden etwas dabei; ich persönlich habe mich in einem Disney Store verloren.

Picadilly Circus

Hm, was könnte an einer Straßenkreuzung so interessant sein? Wenn du auf dem Picadilly Circus stehst wirst du merken, dass das keine langweilige Straßenkreuzung ist. Als Knotenpunkt wichtiger Straßen bist du auf dieser Straßeninsel umgeben von markanten Theaterhäusern, Shopping- & Unterhaltungsangeboten (wie zum Beispiel einem Breakdance Act mitten auf der Straße), leuchtender Reklame und vorbeifahrenden roten Bussen. Ich finde, diese Kreuzung spiegelt London’s Charakter sehr gut wider.

Antiquitätenmarkt in London
Antiquitäten auf dem Portobello Market
Portobello Road in London
In Nottinghill ist samstags was los
Bunte Häuser in Nottinghill
Bunte Häuschen in Nottinghill
Die farbenfrohe Portobello Road
Noch mehr bunte Häuser
Lady Diana's ehemaliger Wohnsitz
Hier lebte einst Lady Diana
Hyde Park in London
Entpannung im größten Park Londons
Picadilly Circus bei Nacht
Das lebendige Picadillly Circus

Zweiter Tag in London: Buckingham Palace – Westminster Abbey – Big Ben – London Eye – St Pauls Cathedral – Monument – Tower Bridge

Change of the Guards vor dem Buckingham Palace

Wo mein zweiter Tag starten sollte war für mich auch klar: Am Buckingham Palace, denn da findet vormittags die Wachablösung – oder The Change of the Guards – statt. Da England ein sehr traditionsliebendes Land ist, wird auch die Wachablösung jeden Tag aufs Neue mit einer traditionellen Zeremonie zelebriert. Wer vorab sich über den Ablauf informieren möchte: Londonblogger hat gleich einen ganzen Artikel dazu verfasst. Da die prunkvolle Zeremonie sich zu einer richtigen London-Attraktion entwickelt hat, unbedingt zeitig da sein! Die Wachablösung findet immer um 11h statt; zwischen März und Juli täglich und ansonsten alle zwei Tage. Wer einen guten Platz ergattern möchte, sollte am besten schon um 10h vor dem Buckingham Palace stehen. Ich Langschläfer war natürlich erst kurz nach 11h da und hab mich dann durch Menschenmassen gedrängelt 😀

Westminster Abbey, Big Ben und London Eye

Ich liebe diese Ecke Londons, denn hier befinden sich gleich drei von London’s schönsten Wahrzeichen auf einem Fleck. Wenn du vom Buckingham Palace aus zum Fluss läufst, kommst du direkt an der Westminster Abbey, wo der Tradition nach die Könige gekrönt werden, und dem berühmtem Uhrenturm Big Ben vorbei. Direkt auf der anderen Seite des Flusses kann man einmal mit dem Riesenrad London Eye fahren und die Aussicht genießen. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich damit nicht gefahren bin, da ich 24 Pfund – also zu dem Zeitpunkt umgerechnet etwa 30 Euro – zu viel fand.

Tipp: Der Eintritt in die Westminster Abbey ist nicht kostenlos. Aber wenn gerade ein Gottesdienst stattfindet, kannst du dich da natürlich kostenlos reinsetzen. Das Gleiche gilt im Übrigen auch für die St Paul’s Cathedral.

St Paul’s Cathedral & Monument of the Great Fire

Vom London Eye aus flanierte ich eine ganze Weile an der Themse entlang, bis ich die Flussseite wechselte um die St Paul’s Cathedral zu besuchen, wo sich Prinzessin Diana und Prinz Charles das Ja-Wort gegeben haben. Abgesehen davon ist aber allein die Architektur dieser Bischofskirche Grund genug, sie zu besuchen. Von dort aus lässt sich auch the Monument of the Great Fire bequem zu Fuß erreichen. The Monument ist ein Denkmal an das tragische Feuer von 1666, dass innerhalb weniger Tage 80% der Stadt niedergebrannt hat.

Tipp: Direkt neben der Kathedrale gibt es ein Einkaufszentrum, das One New Change (von dort aus habe ich auch das Gassen-Foto mit der Spiegelung geschossen). Man kann auf die Dachterasse kostenlos fahren und kommt in den Genuss eines herrlichen Ausblicks auf die St Paul’s Cathedral. Wer will, kann im Anschluss auf der Dachterasse einen Cocktail schlürfen.

Tower Bridge & Tower of London

Nun geht’s wieder ab auf die andere Seite der Themse zur Tower Bridge, die ja oft fälschlicherweise als London Bridge bezeichnet wird. Die Parallelbrücke zur Tower Bridge heißt zwar tatsächlich London Bridge, die ist aber vollkommen unspektakulär. Der Grund, warum diese schöne, blaue Brücke den Namen Tower Bridge und nicht London Bridge bekommen hat, liegt schlichtweg in der unmittelbaren Nähe zur Festung Tower of London begründet.

Wachablösung vor dem Buckingham Palace
Die königliche Wachablösung in London
Westminster Abbey in London
Die Bischofskirche Westminster Abbey
Buckingham Palace in London
Die Wachablösung ist gut besucht
Big Ben in London
Big Ben und der rote Doppeldeckerbus-Was für ein Timing!
St Paul's Cathedral in London
Die wunderschöne St Paul’s Cathedral
St Paul's Cathedral
Eine tolle Perspektive auf die St Paul’s Cathedral
Ausblick auf die Kathedrale
Ausblick vom One New Change
Tower Bridge in London
Tower Bridge, nicht London Bridge 😉
Das London Eye in London
London Eye: Eines der vielen Wahrzeichen Londons

Kulinarische Eindrücke

Das hört sich jetzt so an, als wäre ich die 48 Stunden nur durchgelaufen ohne zwischendurch etwas zu essen! Dem ist natürlich nicht so 😉 Ich hab einiges ausprobiert:

  • Als Snack zwischendurch: Sehr praktisch, da wirklich an jeder Ecke zu finden, preiswert, frisch und auf Wunsch vegetarisch oder auch vegan – ein Sandwich von Pret a Manger
  • Heiß und fettig: Bei Rock and Sole Plaice war der Fisch in der Fish n Chips-Portion richtig schön knusprig außen und zart innen.
  • Für kleine Gourmets: Einen Abend saß ich bei Jamie Oliver’s Italian, wo das Essen zwar super lecker war aber Service schon etwas verpeilt – wen das nicht stört kann da einen wirklich entspannten und leckeren Abend verbringen.
  • Für die Süßen unter uns: Es gibt einen Magnum Store in London! Die Schlange ist lang, aber für echte Foodporn-Fans lohnenswert.
  • Und für diejenigen, die knapp bei Kasse sind: Sehr preiswertes und dabei leckeres Essen gibt es auf den Märkten. Ich hatte das günstigste (warme) Essen auf dem Portobello Market und auf dem Borough Market.
Indisches Essen
Indisches Essen auf dem Portobello Market
Magnom Store London
Das abgefahrenste Magnum ever!
Italienische Küche
Italienisches Essen im Jamie’s Italian
Arabisches Essen
Lamm-Couscous mit Aubergine auf dem Borough Market
Borough Market
Und dazu noch eine Pita vom Borough Market

Brauchst du noch mehr Inspiration für eine Städtereise?

Ähnlich wie London kommt man nämlich super schnell nach Salzburg. Und genau wie London punktet die Stadt mit einem wunderschönen Fluss, einer tollen Festung, einer romantischen Brücke und viel grün – nur kleiner und weniger hektisch. Eine tolle Alternative!

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